Binarowa

Kirche St. Erzengel Michael in Binarowa

In die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen

Wanderweg der Holzarchitektur

 

Die Kirche wurde um 1500 errichtet., Ende des 16. Jh. wurde daran ein Turm und später offene Galerie angebaut. Seit der Mitte des 19. Jh. begannen die Rei­senden und Künstler, sich für die Kirche von Binarowa zu interessieren; sie wur­de u. a. von den Malern St. Wyspiański und J. Mehoffer gezeichnet. Im Jahr 1908 wurde das Dach der Kirche mit Blech gedeckt, was ihr Äußeres beeinträchtigt hat. Erst 2008 wurde die Wiederherstellung des ehemaligen Schindeldaches be­endet. Im Jahr 2003 wurde die Kirche in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.

Der Kirchenbau besteht aus dem Kirchenschiff und der anliegenden Schutz­engelkapelle, dem Presbyterium und dem Kirchenturm, der mit Pyramidenhelm gedeckt ist. Die Kirchendächer und -wände sind mit Schindel verkleidet, was ihr ein harmonisches, malerisches Aussehen verleiht.

Das Kircheninnere bezaubert vor allem durch ihre malerische Aus­schmückung, die dicht die Wände und die Decke bedeckt. Sie stammt aus un­terschiedlichen Epochen; die ältesten Malereien wurden mit speziellen Schablonen zum Schmücken der Schiff- und Altarraumdecke vom Anfang des 16. Jh. aus­geführt. Die Polychromie an den Wänden des Kirchenschiffes und des Presbyteriums stammt von der Mitte des 17. Jh. Im Altarraum wurde in zwei Reihen der Zyklus von 21 Szenen des Leidens Christi dargestellt. Im Kirchenschiff sind die Malereien Jüngstes Gericht (Nordwand), Das Lernen des guten Sterbens und Scheidewege des menschlichen Lebens (Südwand) bemerkenswert.

Zu den wertvollsten Ausstattungsstücken der Kirche gehören die Figur der Mutter Gottes mit Jesuskind und die Flachreliefe der hl. Barbara, hl. Katha­rina, hl. Dorothea und hl. Margarethe, die vom Ende des 14. Jh. stammen und im neuen Altar an der Schiffwand ausgestellt sind, sowie die Figur der Mut­ter Gottes aus dem zweiten Viertel des 15 Jh. im Hauptaltar. Aus der Zeit der Gotik stammt auch der Taufstein. Andere Ausstattungsstücke der Kirche stam­men hauptsächlich aus dem 17. Jh. - Hauptaltar, Kanzel, Beichtstühle, Bän­ke in der Schutzengelkapelle, Heiligenfiguren im Triumphbogen.

Neben der Kirche steht ein gemauerter Glockenturm mit Glocke aus dem 15. Jh.

 

Öffnungszeiten der Kirche (1. Mai bis 31. Dezember):

montags – dienstags: kontaktieren Sie uns.

mittwochs von 9.00 bis 17.00 Uhr,

donnerstags – samstags von 9.00 bis 18.00 Uhr,

sonntags von 12.00 bis 17.00 Uhr.

Heilige Messe sonntags: 7.30, 9.00, 11.00 Uhr

Telefon Pfarramt: + 48134476396      

Wenn man sich in Binarowa aufhält, soll man unbedingt das in der Nähe gelegene Städtchen Biecz, das häufig als „kleines Kraków” bezeichnet wird, mit seiner monumentalen gotischen Kirche, dem Rathaus mit Renaissanceturm, den Resten der Stadtmauer aus dem 14. bis 16. Jh. und dem Marcin-Kromer-Museum besichtigen.

 

 

 Wallfahrtskirche Muttergottes auf dem Sande in Dorf Binarowa

 

 

Die in Kleinpolen (Malopolska) befindliche Holzkirche gehört zu den eigenartigsten Dorfkirchen in Europa. Die Geschichte der Kirche beginnt um 1500. Die Dorfkirche in Binarowa wurde aus Tannenholz in Blockbohlenbauweise und mit einem eigenständigen Dachstuhl (Dachverband) im spätgotischen Stil errichtet. Im Jahr 1596 wurde an der Westseite des Hauptschiffes ein Kirchturm erbaut, zwischen 1602 und 1608 wurde ein Dachreiter bewerkstelligt. Von 1641 bis 1650 wurde eine umfangreiche Renovierung der Holzkirche durchgeführt. Im Inneren bewältigt den Besucher herrliche Polychromie, die den ganzen Raum vollständig ausfüllt.

Die vielfarbige Decken- und Wandbemalung wurde im späten Mittelalter und im 17. Jh. geschaffen. Die ältesten Flächen sind an der Decke und an den Wanden des Presbyteriums erhalten; sie stammen aus dem 16. Jh. Nicht nur die Wände und die Decke sind mit geometrischen Mustern, Pflanzen- und Figurenmotiven bemalt, viele Gegenstände sind auch mit Polychromie versehen. Die dekorative Bemalung der Innenwände im Kirchenschiff und am Geländer des Musikchores stammt aus den Jahren 1641/43. An den Innenwänden des Presbyteriums findet man biblische Szenen, die 1650 auf Wunsch des in Binarowa amtierenden Pfarrers Jan Kaniowski gemalt wurden. Der Hochaltar ist ein Spätrenaissancewerk vom Anfang 17. Jh. Im zentralen Bereich steht die aus dem 15. Jh. stammende Figur Muttergottes mit Kind, da oben die Figur Erzengel Michael. Auf der rechten Schiffsseite gibt es einen Barockaltar aus dem 17. Jh. - hier die Bilder: Geißelung Christi und St. Nikolaus. Auf der nördlichen Schiffsseite gibt es das wahre Kleinod - die gnadenreiche Figur Muttergottes auf dem Sande. Der vierte Seitenaltar in der 1655 figürlich und schmuc kvoll verzierten Barockkapelle ist Muttergottes und Schutzengeln geweiht. Zwei Bilder: „Menschenleben auf der Wegscheide", „Lehre vom guten Sterben" an der südlichen Schiffswand sind besonders sehenswert, und die Bilder an der westlichen Musikchorwand „Plötzlicher Tod" und über dem Chor „Triumph der Kirche". Gotische Holzskulpturen vom Ende des 14. Jh.s sind die ältesten in der Wallfahrtskirche und sie stammen aus der ursprün glichen Ausstattung der ersten Dorfkirche in Binarowa, sie waren wohl Bestandteil des Hochaltars mit Vier heiligen Jungfrauen. Das sind Figuren: Muttergottes mit Kind und heilige Jungfrauen: St. Margareta, St. Dorothea, St. Katharina und St. Barbara, die sich heute am gotischen an der Wand am Musikchor hängenden Altar befinden. Sehenswert sind auch: Taufstein von 1522, schön bemalte Kanzel, reich geschnitzte Bänke, üppig bemalte Beichtstühle, Priestersitz, gotische Glocke aus dem 15. Jh., Kunstschmiedeeisen an der Tür vom Kreuzgang zum Kirchenschiff, an der Tür vom Glockenturm zum Kirchenschiff und vom Presbyterium zur Sakristei, beachtenswert sind auch Holzskulpturen aus dem 17. Jh. - Der Gekreuzigte, Muttergottes und der heilige Johannes, die sich auf dem Chorbalken befinden. In der Sakristei gibt es ornamentale und architektonische Malereien von 1670.

Die genannten herrlichen und die äußerst wertvollen Sakralgegenstände sind nur ein Teil des reich ausgeschmückten und einzigartigen Innenraums der Dorfkirche in Binarowa.

 

 

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